Die Zeitlosen - Theater aus Soltau

Das Leben ist zu kurz, um es mit Streit zu verschwenden

Theatergruppe „DieZeitlosen glänzt mit hintersinniger Aufführung des Boulevardstückes»Gute Geister"Soltau.

Alle Jahre wieder sorgt die Theatergruppe „Die Zeitlosen" mit einem Boulevardstück für anspruchsvolle, lustige Unterhaltung, Sie treibt „die Lust und Freude am Theater", das „wunderbare Vergnügen zu spielen" oder hinter der Bühne zu unterstützen. Den von ihnen beschriebenen Spaß und die Leidenschaft an den Aufführungen hat die Truppe auch dieses Jahr mit dem Stück „Gute Geister" von Pam Valentine wieder unter Beweis gestellt. In dem Stück langweilen sich der berühmte Krimiautor Jack Cameron und seine Frau Susie als Geister. Bei einer Feier über Bord gegangen und ertrunken, kämpfen sie mit Spuk und Spaß dagegen an, dass ihr Cottage verkauft und wieder bewohnt wird. Das ändert sich, als Nachwuchsautor Simon Willis mit seiner schwangeren Frau Flic sich nicht erschrecken lassen. Es entwickelt sich sogar Verständnis und Verantwortung für das Paar, dass gegen die Schwiegermutter Marcia Bradshaw und ihre finanziellen Sorgen ankämpfen muss. Streit ist programmiert. Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Gewichtung der Interessen und nach Gott kommen auf. Doch mit Hilfe der Geister, dem Makler Mark Webster und einem Schutzengel kommt alles ins Lot. „Das Leben ist viel zu kurz, um es mit Streit zu verschwenden", stimmen am Ende alle Parteien überein.

Ein Weg voller Spaß und Tiefgründigkeiten

Doch der Weg bis dahin ist voller Überraschungen, Gags und tiefgründigen Erkenntnissen. So fragt sich Jack „Was machen junge Paare heute so. Schlafen. Früh aufstehen. Acht Stunden arbeiten in der Stadt. Tot - einschlafen - tot." Seine Frau befürchtet: „Ich weis schon jetzt, wir werden es bereuen." Doch das geschieht nicht.Das Publikum der Premiere am Sonnabend hat den Besuch in der Aula nicht bereut. Denn die Spielfreude der Akteure, die Ausdruckskraft ihrer Mimik und Sprache und das Feingefühl, Komik nicht in Albernheit abgleiten und Ernsthaftigkeit nicht in Belehrung ausarten zu lassen, war perfekt. Die Bandbreite von der Bemerkung der Geisterfrau an ihren Mann: „Sie kann dich nicht sehen. Du musst den Bauch nicht einziehen," und dem Dialog: „Ich war eifersüchtig auf deine Arbeit" von ihr und „Warum hast du das nicht gesagt, als wir noch gelebt haben", stimmte. Entsprechend war auch der Beifall des Premierenpublikums. „Auf jeden Fall sehenswert", so Paare beim Verlassen der Aula. Weitere Aufführungen gibt es am Sonnabend, 2. Dezember ab 20 Uhr und Sonntag, 3. Dezember ab 16 Uhr. hh