Die Zeitlosen - Theater aus Soltau

Eine Woche voller Samstage von Paul Maar als Musical mit Musik von Rainer Bielfeldt

Info zum Stück:

Herr Taschenbier ist ein schüchterner Mensch, der in einem kleinen Zimmer zur Untermiete bei Frau Rotkohl wohnt. Er fürchtet sich vor ihr, ebenso wie er vor seinem strengen Chef  Angst hat. An einem Samstag aber wird alles anders. Ein lustiges Wesen mit Rüsselnase, borstigem roten Haar und einem freundlichen Gesicht, übersät von blauen Punkten, singt fröhlich-freche Lieder auf der Straße. Herr Taschenbier ist sich sicher: nachdem ihn am Montag Herr Mon besucht hat, er am Dienstag Dienst hatte, am Mittwoch Mitte der Woche war, es am Donnerstag donnerte, er am Freitag frei hatte, muss am Samstag das Sams kommen! Er hat Recht - und das Sams ernennt ihn kurzerhand zu seinem Papa.

Eine neue Woche beginnt, in der das Sams Herrn Taschenbiers Alltag ganz schön durcheinanderwirbelt. Und weil das Sams seinem Papa Taschenbier nicht mehr von der Seite weicht und plötzlich mit den blauen Wunschpunkten alle seine Wünsche in Erfüllung gehen, wird die Welt und das Leben von Herrn Taschenbier auf einmal ganz schön bunt und turbulent!

Eine wundervoll freche, phantasievolle und turbulente Geschichte von Paul Maar für die ganze Familie!

Paul Maar über das Sams:

„Herr Taschenbier ist ein sehr angepasster Mensch, der wohl aus einem autoritären Elternhaus stammt, der sich nicht traut, sein Leben in die Hand zu nehmen. Immer ist er sehr angepasst, ein bisschen ängstlich, bleibt ernst und lacht selten. Eines Tages steht er in der Figur des Sams, gewissermaßen nach außen gestülpt, dem gegenüber, was er in sich nie zugelassen und immer verdrängt hat: dem anderen Teil seiner selbst. Da gibt es nun dieses Sams, und das ist frech und mutig, lebt nach dem Lustprinzip, lacht viel und tut, wozu es gerade Laune hat. Und er sieht nun dieses ganz andere, das er in sich nicht zulassen will, und findet es zuerst schrecklich. Er steckt das Sams unter die Bettdecke, natürlich wühlt es sich wieder heraus. Er setzt es im Wald aus und denkt, nun hat er es los. Es steigt durch das Fenster und sagt: "Hallo Papa, hier bin ich wieder." Und langsam ist er gezwungen sich mit dem anderen Teil seiner selbst auseinanderzusetzen, sich mit ihm anzufreunden. Er blüht auf, er wird anders, er nimmt einiges von diesem Sams auf und wird ein bisschen samsiger.“