Die Zeitlosen - Theater aus Soltau

Thomas Streich

Mehr zufällig bin ich Ende 2009 zu den Zeitlosen gestoßen. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben, es waren schon Zweifel dabei, ob man der Aufgabe gewachsen ist. Die Gruppe hat mir den Einstieg dann sehr leicht gemacht und mich stets ermuntert, so dass die Selbstzweifel schnell verschwanden.Nach und nach öffnete sich der Blick für das Wesentliche in dem Theaterstück – das Schauspiel. Unter einem künstlerischen Anspruch werden nun auf der Grundlage ausgiebiger Übung nach den Anweisungen des Drehbuchs und des Regisseurs die einzelnen Rollen zu einem umfassenden Stück. Es ist diese Magie einer geheimnisvollen Kunst, die den Schauspieler umgibt, deren Herstellung und Ausübung vielen nicht recht durchschaubar scheint und die zudem mit Aspekten der Verstellung und Täuschung verbunden ist, die mich so fasziniert. Die große Herausforderung ist die Darstellung mit den Mitteln der Sprache, Mimik und Gestik etwas anderes als sich selbst zu verkörpern – die Rolle. Wir empfinden das Schauspiel, als eine langsam an dem Text entlang wachsende Komposition, in diesem Prozess werden die Rollen und Figuren erst wahrhaftig. Der eigene Körper dient dabei als Instrument zur Umsetzung der Komposition. So will man durch Auffinden geeigneter Mittel die umfassende Illusion einer anderen Person erzeugen, sich in die Rolle einfügen und nicht aus der Rolle fallen. Der Akteur soll nahtlos in seiner Rolle aufgehen, die Handlungsweisen, Motivation und innere Verfassung der Rollenfigur durch Einfühlung glaubwürdig darstellen und für den Zuschauer im Idealfall die vollständige Illusion hervorbringen, dass die verkörperte Person tatsächlich anwesend sei. Das sind hohe Ziele, an deren Erreichung wir sehr intensiv und detailliert mit großem Eifer und sehr viel Spaß arbeiten.

Theater– ist wie ein Rausch und nur der Augenblick zählt – das ist der Moment, im Hier und Jetzt und doch das Tor zur Phantasie – alles ist Theater und eben auch Wirklichkeit 
Auf Bald in diesem Theater – Thomas Streich

2010 David in "Braves Mädchen" (Bernard Farrell)

2011 Andreas Lüdecke in "Amaretto" (Ingo Sax)

2013 Detective Jenkins in "Der Pavillon" (Alec Coppel)

2014 Blechmann in "Der Zauberer von Oz" (Frank Lyman Baum/Manfred Hinrichs)

2015 Zauberer in "Lang lache der König" (Constantin Schwab)

2016 Lukas, der Lokomotivführer in "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (Schneverdinger Heideblütenfest)

2016 Papst Albert IV in "Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde" (Joao Bethencourt)

2017 Mark Webster und Regie in "Gute Geister" ( Pam Valentine)